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Hertener UBP enttäuscht vom Ergebnis der Bürgerbefragung zum Vollservice
Votum 57 zu 42 Prozent zeigt dennoch, dass ein 'Weiter so' nicht gewünscht wird
Mit Enttäuschung hat die Hertener UBP das Ergebnis der Bürgerbefragung am 19.04.2018 von der Presse (und nicht von der Verwaltung) mitgeteilt bekommen.

Lars Radziej: "Grundsätzlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Ein Ergebnis, dass die Suche nach neuen, sinnvollen Wegen im Müllservice gegen die Blockadehaltung der SPD realistischer gemacht hätte. Wir sind weiterhin überzeugt, davon würden die Kunden, jedoch auch die Beschäftigten und das Unternehmen profitieren. Auf den ersten Blick ist das Ergebnis daher enttäuschend."

Dennoch, so Radziej weiter, zeigt das Ergebnis, dass ein Großteil der Hertenerinnen und Hertener eine Veränderung der aktuellen Leistungen ausdrücklich möchte und dem muss Sorge getragen werden.

Einen wichtige Rolle in der Befragung haben die Personen >60 Jahren eingenommen. Sowohl die Hohe der Reaktionsquote, als auch der Hohe Anteil an Vollservice-Befürwortern lassen auf Sorge vor fehlenden Alternativen in Fällen von aktueller oder zukünftiger Hilfsbedürftigkeit schließen . Mögliche Lösungen und Sicherheiten für die Menschen wurden in dem Anschreiben an die Bürgerinnen und Bürger nicht skizziert. So hätte bspw. eine Möglichkeit auf das individuelle Buchen von Mehrleistungen bei Bedarf das Ergebnis schon wieder entscheidend verändern können.

Mit ihrer Ablehnung einer validen Kostenberechnung zum Service der Müllabfuhr haben SPD und Linke die höchstmögliche Seriösität der Befragung und Klarheit über Chancen und Risiken für die Befragten jedoch schon im Vorfeld zunichte gemacht. Populistische Thesen wie die Kündigung von Arbeitsplätzen, zu denen es nicht kommen würde, wurden schnell gestreut und standen über Transparenz, Fairness und Gerechtigkeit.

Gleichzeitig wurde den Mitarbeitern indirekt auch die Qualifikation abgesprochen, sich auf neuen Stellen zu etablieren. Das ist für uns nicht nachvollziehbar und wird den fleißigen Arbeitern nicht gerecht. In Zeiten notwendiger Veränderungen einfach die Augen zu schließen und zu hoffen, dass so alles gut wird, war in den seltensten Fällen der richtige Weg und macht die Mitarbeiter langfristig eher zu Opfern als zu Gewinnern.

Die Hertener UBP macht sich daher ausdrücklich dafür stark, dass das Thema 'Anpassung des Müllservices' nun nicht zu den Akten gelegt wird. Die Entscheider im Rat müssen sich der großen Ablehnung des aktuellen Servicelevels bewusst werden und sich gemeinsam für eine zukunftsfähige Lösung, die allen Beteiligten gerecht wird, einsetzen. Eine gerechte Lösung, die u.a. die Menschen nicht vergisst, die den Vollservice nicht nutzen können (Mülltonnen nicht frei greifbar) oder wollen, da sie die Tonnen, analog gelber und blauer Tonne, ohnehin eigenständig herausstellen bzw. einfach Geld sparen müssen/möchten.

 

 

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